digitale Bildbearbeitung

Digitale Bildbearbeitung beinhaltet die Schaffung von digitalen Bildern, beginnend mit der Aufnahme und komplett jede Art der Weiterverarbeitung umfassend. Das Bild liegt bei der digitalen Bildbearbeitung stets in digitaler Form (als geordnete Menge von Null-Eins-Folgen) vor. In jeder Phase des Schaffungs- und Verarbeitungsprozess wird nur mit solchen digitalen Daten gearbeitet.

Die digitale Bildbearbeitung steht damit im Gegensatz zur analogen Bildbearbeitung, wo die einzelnen Bildpunkte als potentiell unendlich Ausdifferenzierung von Molekülverformungen beginnt und diese analoge Form auch über verschiede Stufen der Weiterverarbeitung stets beibehält. Bei der digitalen Bildbearbeitung ist hingegen der gesamte Prozess der Verarbeitung, Kompression, Speicherung, Druckausgabe und Anzeige am Bildschirm stets digital.

Digitale Bildbearbeitung wurde in den 1960er und 1970er Jahren konzipiert; weitgehend um die operativen Schwächen der herkömmlichen Fotoverarbeitung zu überwinden. Denn durch die fortwährende Umformung der analogen Information entstehen deutliche Verluste, die ein sichereres Handhaben der Bildinhalte nicht mehr gewährleisten kann. Zunächst dominierten bei der digitalen Bildbearbeitung die wissenschaftlichen und militärischen Einsatzzwecke. Erst als die digitale Technologie billiger wurde, setze gegen Ende des letzten Jahrhunderts die digitale Bildbearbeitung sich auch im Konsumenten-Bereich endgültig gegenüber der analogen Bildverarbeitung durch. Heute werden nur noch in Randbereichen die Techniken der analogen Bildverarbeitung verwandt.

Ein digitales Bild kann direkt aus einer physikalischen Szene von einer Kamera oder einem Scanner als Speicherabbild auf einem Datenträger gebracht werden. Eine Zwischenspeicherung auf Film ist nicht mehr notwendig. Alternativ kann die digitale Bildbearbeitung auch mit einem Bild von einem analogen Medium, wie z. B. einem Foto, Filmbilder oder Druckbilder, beginnen, wenn ein Scanner oder ein ähnlichen Gerät eingesetzt wird. Ein digitales Bild kann auch aus einem geometrischen Modell oder einer mathematischen Formel generiert werden. Hier liegt dann eine Form der Bild-Synthese vor, die man als Rendering bezeichnet. Das so genannte Rendern erfordert in jedem Fall eine leistungsstarke Workstation da hier je nach Qualität und Dauer die Renderingzeiten bei schwachen Systemen Wochen und Monate dauern kann. Wichtig ist, dass der PC in einem speziellen Gehäuse verbaut wurde, sodass dieser gut gekühlt wird und nicht bei zu hoher Rechenleistung überhitzt.

Möchte man seine Werke nun zu Papier bringen um diese auszustellen oder selbst aufzuhängen ist ein Laserdrucker mit hoher Druckqualität zu empfehlen. Hat man hier dann noch das richtige Hochglanzpapier bekommt man sehr hochwertige Ausdrucke.