Wandmaler

Wandmaler bemalen Wände, Decken oder Gewölbe mit Figürlichen Motiven oder Ornamenten. Dabei verwendet ein Wandmaler unterschiedliche Techniken wie Freskomalerei, Seccomalerei, Enkaustik oder die Malerei mit Leimfarben. Sogar in der Steinzeit gab es Wandmalerei an Felswänden und im Altertum gab es Wandmalerei an monumentaler Architektur.

Besonders im Barock wurden die Flächen kunstvoll und üppig bemalt. Wandmalerei erreichte seinen Höhepunkt mit berühmten Renaissance-Meistern wie Masaccio, Fra Angelico, Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raphael. Heutzutage gibt es viele frei arbeitende Wandmaler, die die Wände von Häusern im Auftrag von Privatpersonen verschönern. Die meisten Wandmaler haben ein Online-Portfolio von ihren Werken, sodass man sich einen ersten Eindruck verschaffen kann. Wenn man ein passendes Angebot gefunden hat, sollte man im Detail die Art der Wandmalerei beschreiben, die man sich für sein Haus oder das Büro vorgestellt hat. Nach der ersten Besprechung fertigt der Wandmaler dann eine grobe Skizze an, manchmal mit einer Reihe von Alternativen die dann diskutiert und angepasst werden können.

Die Kosten für ein Wandbild hängen von der Größe, dem Arbeitsaufwand und der Komplexität ab. Wandmalereien können die Stimmung und Atmosphäre eines Raumes wiedergeben und entsprechen auch oft dem Stil der Bewohner. Sie verleihen jedem Raum Charakter. Von der Fototapete bis hin zu Ölfarben oder Farben auf Wasserbasis gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auch in der Politik spielen Wandmalereien eine Rolle. Nordirland hat wohl die bekanntesten politischen Wandmalereien, fast 2000 wurden seit den 1970er Jahren hier gezählt. Das größte Indoor-Wandbild mit einer Fläche von 1002 m² wurde von 7 Künstlern in Indien gestaltet. Es ist in einem privaten Haus zu finden und steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde. Zu den ältesten Wandmalereien gehören jedoch die der Maya Kultur von 300 v. Christus. Sie sind in Guatemala zu bewundern.